Dr. Claus Wagner

Nach Absolvierung der Volksschule schloss Herr Dr. Claus Wagner eine Lehre zum Industriekaufmann ab und war im Vertriebsbereich tätig, u. A. in leitender Position beim Heyne-Verlag, München.
Während dieser beruflichen Tätigkeit machte er im 2. Bildungsweg das Abitur und begann anschließend ein Betriebswirtschafts – und Jurastudium an der Universität München. Während des Studiums war er für den Ewald Schwarzer-Verlag, Berlin (damals München) tätig. Die beiden Staatsexamen in Jura absolvierte er 1974/1977 mit den Noten sehr gut/gut; das Betriebswirtschaftsstudium wurde mit dem Vordiplom beendet. Zwischen den beiden Examen promovierte er zum Thema staatliche Investitionsförderung.

Nach Eintritt in den Staatsdienst in Bayern 1977 war er zunächst zwei Jahre als Regierungsrat im Justizministerium tätig und u. A. mit der Erstellung von Informationsbroschüren für Bürger befasst. Anschließend war er zwei Jahre Jugendstaatsanwalt und von 1981 bis 1988 Richter am Landgericht München I bei der für Pressestreitigkeiten zuständigen Kammer. Nach der Ernennung zum Richter am OLG war er zunächst hauptamtlich Ausbilder für Referendare und dann bis zu seinem Wechsel nach Sachsen am 1.10.1996 einem Handelssenat zugewiesen. In Sachsen übernahm er bis 31.12.1196 den Vorsitz einer Großen Strafkammer in Chemnitz und wurde dann Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Dresden (u.a. Senate für Handelsrecht und Staatshaftung). Neben der richterlichen Tätigkeit war er Ausbilder für die Referendare, die in Sachsen das zweite Staatsexamen nicht bestanden haben. Außerdem war er als Prüfer für das 2. Staatsexamen tätig und hat eine Vielzahl von Examensklausuren erstellt. Nach der Pensionierung 2011 wurde er als Rechtsanwalt zugelassen mit der vorwiegenden Zielrichtung Mediation, Schiedsgericht und Gutachten. In wissenschaftlicher Hinsicht war und ist er neben juristischen Vorträgen Erstautor bei folgenden juristischen Kommentaren tätig: Bamberger/Roth BGB, Beck-Verlag; Graf von Westphalen/Röhricht, Kommentar zum HGB Verlag(mittlerweile abgegeben); Münchner Kommentar zur ZPO, Beck- Verlag. insbesondere als Kommentar zum , Otto Schmidt